Eine würdige Weltmeisterin

Es ist der verdiente Sieg einer großartigen Skisportlerin über den sich die KÄSTLE Family zum Ende dieses Winters freuen darf. Denn nach 20 Jahren hat Lorraine Huber mit ihrem Freeride World Tour Sieg wieder einen Titel nach Hohenems gebracht. Und dieser Titel bedeutet nicht nur für Lorraine sehr viel, er erzählt auch einiges über die Skimarke KÄSTLE, dessen neues Kapitel die Freeriderin vom Arlberg mitgeschrieben und nun mit einem Weltmeister-Titel gekrönt hat.

 

Bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 1997 in Sestriere holen sich Kjetil André Aamodt (Kombination) und Tom Stiansen (Slalom) auf KÄSTLE Ski jeweils eine Goldmedaille. Damit sind es insgesamt 132 Medaillen, die bis dahin bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen von großen Namen wie Toni Sailer, Anita Wachter, Hubert Strolz, Andi Wenzel oder Pirmin Zurbriggen auf KÄSTLE Ski gewonnen wurden. Kurz darauf verschwindet KÄSTLE vom Skimarkt und wird erst 2007 von einer Investorengruppe rund um Rudolf Knünz wiederbelebt.

 

Lorraine Huber und KÄSTLE starten im Jahr 2008 ihre Zusammenarbeit. Die damals 28-jährige staatlich geprüfte Skilehrerin aus Lech am Arlberg hat bereits einige Podestplätze bei Freeride Contests auf ihrem Konto stehen und startet in den folgenden Saisonen bei den Freeride World Qualifier Bewerben voll durch, bis ihr 2013 der Sieg der Freeride World Qualifier Serie gelingt und sie damit einen fixen Startplatz für die Freeride World Tour hat. Gleich in ihrer ersten Saison in der World Tour manövriert sich Lorraine auf den 2. Platz der Gesamtwertung. Die Saisonen 14/15 und 15/16 sind dann leider von Verletzungen geprägt.

 

Bei KÄSTLE wird in dieser Zeit viel am Wiederaufbau der Traditionsmarke gearbeitet und der Umzug in die ehrwürdigen Hohenemser Hallen vorbereitet. Mit Ende der Saison 16/17 ist KÄSTLE nun wieder fest in Hohenems verankert und darf seit 20 Jahren wieder eine Weltmeisterin feiern.

 

Es ist für alle ein sehr emotionaler Abend im Löwensaal in Hohenems, für Lorraine Huber, die nach 10 Jahren harter Arbeit, Verletzungen und Reha endlich den Lohn für ihre Mühen einheimsen darf, für die KÄSTLE Family mit Mehrheitseigentümer Rudolf Knünz, Geschäftsführer Bernd Knünz, Entwicklungsleiter Rainer Nachbaur und den Mitarbeitern, die die Geschichte der Skimarke weiterschreiben, für Michael Zangerl, den Leiter des Sportreferates der Vorarlberger Landesregierung, für Sebastian Manhart und Sportmediziner Marc Sohm vom Olympiazentrum Vorarlberg, die Lorraine in der Reha-Phase und in der Wettkampfvorbereitung begleitet haben und nicht zuletzt für Lorraines Vater, der sie mit dem Skivirus schon als kleines Kind infiziert hat, sie des Risikos wegen aber doch lieber in einem Wirtschaftsberuf sehen würde.

 

„Für mich bedeutet der Weltmeister-Titel auf der einen Seite Entbehrungen, Verletzungen und Reha. Auf der anderen Seite aber auch viele Lernerfahrungen, tolle Erlebnisse, Freundschaften am Berg und irrsinnig viel Freude. Der Titel ist für mich ein Symbol für alles, was in den letzten 10 Jahren passiert ist.“
Lorraine Huber.

 

Die Höhen und Tiefen in Lorraines Karriere schildert Rudolf Knünz in seiner Laudatio an diesem Abend eindrücklich. Bürgermeister Dieter Egger spricht in seiner Rede für Lorraine von einem bewegenden Moment für Hohenems. KÄSTLE sichere und schaffe nicht nur Arbeitsplätze in der Stadt, KÄSTLE sei auch ein Teil seiner Kindheit gewesen und das KÄSTLE Logo am Gebäude ein prägendes Symbol. Auch für KÄSTLE Geschäftsführer Bernd Knünz stellt das KÄSTLE Logo mehr als nur Ecken und Buchstaben dar. Es erzähle eine Geschichte. Eine Geschichte, die 1924 in Hohenems begonnen hat und deren Wurzeln immer noch allgegenwärtig sind.

 

„Für eine Skimarke sind erfolgreiche Athleten sehr wichtige Kommunikatoren. Lorraine schweißt aber mit ihren Erfolgen auch das Team zusammen, weil alle mitfiebern, wenn wir uns gemeinsam ihre Runs ansehen.“ Bernd Knünz, KÄSTLE Geschäftsführer

 

Der Freeride-Weltmeistertitel 2017 von Lorraine Huber stellt nicht nur für die KÄSTLE Athletin den bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere dar, er verdeutlicht auch den rasanten Aufschwung der Marke KÄSTLE in den letzten Jahren. Mit Kylie Sivell (Rookie of the Year und 4. Gesamt FWT) steht auch schon die nächste Generation an KÄSTLE Freeriderinnen in den Startlöchern, um es Lorraine nachzumachen.

 


Facts zum Freeride World Tour Sieg von Lorraine Huber 2017

  • 9. Platz am 09.02.2017 in Vallnord-Arcalís Andorra
  • 1. Platz am 15.02.2017 in Vallnord-Arcalís Andorra (Ersatz für Chamonix)
  • 1. Platz am 08.03.2017 in Fieberbrunn
  • 2. Platz am 25.03.2017 in Haines Alaska
  • 3. Platz am 03.04.2017 in Verbier, winner overall Ski Women und World Champion